Zum Preis eines Havaneserwelpen

Ein gesunder, gut aufgezogener Havaneserwelpe hat seinen Preis: Im Moment liegt er zwischen 1100,- und 1500,- Euro ( in dieser Spanne liegt auch unser Abgabepreis und wir besprechen mehr dazu gern bei Ihrem Besuch bei uns ). Bei besonders seltenen Farben sogar bis 1800,- Euro und mehr.

Sie möchten weniger dafür ausgeben? Einen Hund für 200,- bis 700,- Euro? Dann geben Sie Acht, dass Sie nicht später dafür daraufzahlen müssen!

Denn bei diesen Beträgen sind unseriöse Züchter nicht weit - sie bieten Hunde ohne Papiere zum Schnäppchenpreis an, die sie selbst als Kiloware von Hinterhof-Vermehrern oder aus illegalen Auslands- Importen beziehen. Die Muttertiere sitzen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen in Käfigen wie Hühner und werden als Brutmaschine missbraucht. Die Welpen werden weder entwurmt noch geimpft und sind schon krank, wenn sie dem Käufer übergeben werden. Der günstige Preis wird dann bald durch die Tierarztrechnungen anders aussehen - wenn der Welpe überhaupt überlebt. Oft ist er dann verhaltensgestört, aggressiv oder hyperaktiv, denn er wurde wahrscheinlich auch viel zu früh von seiner Mutter getrennt, die ihn ohnehin nicht ernähren könnte, wegen ihres eigenen schlechten Zustandes. Klar, dass auf irgendwelche züchterischen Aspekte gar kein Wert gelegt wird.
Auf dem Transport werden die Tiere durch Medikamente ruhig gestellt, damit sie nicht auffallen, Nahrung und Trinken gibt es nur unzureichend - ein unsägliches Leiden für die Tiere. Kaufen Sie nicht aus Mitleid einen solchen Welpen, Sie würden damit diese Machenschaften nur unterstützen!

solche Bilder entstehen nicht bei Händlern...
solche Bilder entstehen nicht bei Händlern...

Alarmsignale für Sie sollten sein:


-Wenn ein Züchter viele Rassen anbietet, insbesondere Modehunde und deren Mütter nicht zu besichtigen sind.
-Alle Hunde nur im Zwinger leben.
-Wenn der Welpe auch unter 8 Wochen verkauft wird, erheblich billiger ist als der gängige Marktpreis und noch günstiger wird, wenn Sie auf die Papiere verzichten.
-Wenn man den Welpen nur per Internetklick kaufen kann und er auf einem Parkplatz oder Raststätte übergeben werden soll, er krank oder ängstlich wirkt, ungepflegt wirkt, Durchfall hat.
-Wenn ständig Welpen angeboten werden.
-Wenn der Verkäufer nur per Handy zu erreichen ist.

Wenn Sie mir nicht glauben, schauen Sie mal auf diese Internetseite:

Hinsehen statt wegschauen

eine fröhliche Welpenschar
eine fröhliche Welpenschar

Ein gesunder, glücklicher Haviwelpe wird auf Sie warten, wenn diese Umstände zutreffen:

-Der Züchter hat eine, maximal zwei Rassen und es fällt pro Hündin und Jahr nicht mehr als ein Wurf und der Deckrüde wohnt normalerweise nicht beim Züchter
-Die Hunde leben mit im Haus in einem der Wohnung zugehörigen Zimmer, damit sie die Geräusche des Alltags von klein auf kennen, haben auch einen Auslauf im Garten, damit sie etwas von der Welt sehen
-Sie dürfen und sollen öfter kommen, damit Sie Ihren Welpen aufwachsen sehen und Sie können auch die Mutter und die Wurfgeschwister kennenlernen
-alle wirken gesund und aufgeweckt, das Welpenzimmer ist ansprechend gestaltet
-bei älteren Züchtern wohnen die Senioren auch im Haushalt
-Der Züchter wird Sie ausfragen, Sie aber auch beraten und geduldig auf alle Fragen antworten und anbieten, das ganze Hundeleben lang für Hilfe bereit zu stehen
-Es wird unter Aufsicht eines Vereines gezüchtet
-Ihnen werden ungefragt die Ahnentafeln der Mutter im Original und die des Vaters in Kopie vorgelegt, ebenso die Befundbögen der Augen- und Patellauntersuchung
-Sie sehen auch Bilder des Vaters
-Sie werden in die Fellpflege eingewiesen
-Sie bekommen Information zur Fütterung
- und wenn Ihr Bauchgefühl einfach stimmt!

Diese Art der Aufzucht hat ihren Preis - ein vitaler, langlebiger Kamerad sollte Ihnen das wert sein!

Bis der erste Welpe verkauft wird, warten auf einen solchen Züchter viele Kosten:
Der Kauf der Zuchthündin, ihr hochwertiges Futter, ihre Tierarztrechnungen, Vereinsbeitrag, Werbung für den Wurf, Decktaxe, Ausstattung für die Welpen, deren Futter, Impfungen, Wurmkuren, chippen, Eintrage des Wurfes beim Verband, Kosten für den Zuchtwart,...und natürlich noch einiges mehr. Ein Vermögen verdient man als Züchter, der es ordentlich macht, gewiss nicht - aber man macht es gerne!

Ein guter Züchter hängt mit Herzblut an seinen Welpen und verbringt unzählige viele Stunden für die Aufzucht der Welpen und die Beratung der Welpeneltern.

 

Man macht das gerne - sonst darf man unserer Meinung nach nicht mit dem Züchten beginnen, denn das ist wichtig und gehört dazu, damit die Kleinen den richtigen Platz auf Lebenszeit finden.

 

ABER: Wenn dann die erste Frage des Interessenten ist, was denn der Welpe koste und ob es nicht billiger gehe, dann sträubt sich das Nackenfell des Züchters!! Bitte haben Sie auch dafür Verständnis! Natürlich darf man nach dem Preis fragen, aber es sollte nicht die einzige und wichtigste Frage an den Züchter sein...