Rassebeschreibung

Der Ursprung der Havaneser, die zur Familie der Bichons gehören, ist nicht gesichert. Das französische Wort "Bichon" bedeutet soviel wie "flauschiger Hund" und wird für eine ganze Gruppe von Rassen verwand, die am ganzen Körper langes Fell haben und besonders menschenbezogen sind. Sie waren zur Renaissance in Europa und rund um das Mittelmeer sehr beliebt und man vermutet, dass der Malteser als Vorfahre des Havanesers mit den spanischen Eroberern nach Kuba kam. Als Luxus- und Schoßhündchen waren sie dann in den USA sehr beliebt, 1981 kamen die ersten beiden Havis nach Deutschland.

Der Havaneser ist vielen Menschen noch unbekannt. Durch seine unterschiedlichen Fellfarben bietet er kein einheitliches Bild wie viele andere Rassen: Es gibt ihn von fast weiß über beige, braun, grau bis schwarz sowie in weiß mit Flecken in den genannten Farben. Das macht für viele die Wiedererkennung schwer. Das Fell selbst ist weich, eventuell leicht gewellt. Er haart nicht, unterliegt keinem Fellwechsel, ist also auch für Allergiker geeignet.
Er sollte an der Schulter zwischen 22 und 28 cm hoch sein, kleine Abweichungen werden aber toleriert. Sein Gewicht liegt zwischen 3 bis 6 Kilo, gelegentlich kommen aber auch schwerere Havaneser vor. Familien mit kleinen Kindern sollten eher keinen ganz kleinen Typ auswählen, ab 4 Kilo können sie manchen Knuff einfach besser vertragen. ( Wobei ich nicht finde, dass ein Kind einen Hund unbedingt knuffen muss...)
Dass Größe und Gewicht noch so variieren liegt daran, dass die Rasse noch nicht so streng durchgezüchtet ist wie manche andere.

Bonnie und ihre schwarze Mama
Bonnie und ihre schwarze Mama

Der Kopf des Havanesers ist flach bis sehr wenig gewölbt, breit, die Stirn wenig ansteigend. Der Fang ist relativ schmal, die Leftzen liegen gut an, er hat ein Scherengebiß sowie entweder eine schwarze oder braune Nase. Die Augen sollten mandelförmig und ziemlich groß sein. Gerade und parallele Vorderbeine. Die Rute wird über dem Rücken getragen.
Der Havaneser ist Gott sei Dank noch nicht zum Modehund geworden und dementsprechend nicht überzüchtet und zeichnet sich durch seine Robustheit aus, die mancher einem solch kleinen Hund gar nicht zutraut. Er ist ein instinktsicherer und gesunder Hund mit einer großen Hundepersönlichkeit!

im Geiste sind sie ohnehin größer...
im Geiste sind sie ohnehin größer...

Manche Havaneser sind begeisterte Wasserratten, Bonnie und ihre Mama umgehen dieses Element jedoch lieber...Gemeinsam ist ihnen allen jedoch ihre umgängliche Art, sie vertragen sich eigentlich mit allen Zwei- und Vierbeinern. Kinder lieben sie!

Manchmal bricht bei Bonnie der Hütehund durch - früher wurden die Havaneser in Kuba dazu benutzt Hühner zu hüten - und sie möchte gerne die Kühe auf den Weiden hüten, aber das kann man verhindern. Havis sind sehr gelehrig, sie waren oft als Zirkushunde unterwegs. Sie lassen sich auch immer noch gerne Tricks beibringen.
Besucher werden bei uns zwar gemeldet, aber es gibt kein unnötiges Gekläffe und wenn die Gäste erst mal da sind, werden sie gerne als Kraulmaschine missbraucht...das muss angeboren sein!

Havaneser werden gerne auch als "Wundertüten" bezeichnet. Warum?

Die Fellfarbe kann sich ändern und wird das in vielen Fällen auch tun. Unsere Bessy ist ein sehr gutes Beispiel:

Bessy kurz nach der Geburt
Bessy kurz nach der Geburt
Bessy erwachsen
Bessy erwachsen

oder auch ihr Bruder Mäx:

Mäx noch ganz jung und kohlrabenschwarz
Mäx noch ganz jung und kohlrabenschwarz
Mäx erwachsen
Mäx erwachsen

Legen Sie sich also lieber nicht auf eine bestimmte Farbe fest...